Investitionskredit für Betriebsimmobilien – So habe ich mir mein Firmengebäude finanziert und welche Fehler du vermeiden solltest

Vor ein paar Jahren stand ich vor einer der größten Entscheidungen meiner Unternehmerlaufbahn: Soll ich weiterhin Miete für meine Geschäftsräume zahlen oder endlich eine eigene Betriebsimmobilie kaufen?
Der Gedanke, jeden Monat Geld an den Vermieter zu überweisen, während sich die Immobilie im Wert steigert – nur nicht für mich – hat mich irgendwann richtig genervt. Also habe ich mich entschlossen, den Schritt zu wagen und ein Firmengebäude zu kaufen.


Warum eine Betriebsimmobilie eine strategische Investition ist

Viele Unternehmer sehen den Immobilienkauf nur als Kostenfaktor. Ich sehe es mittlerweile als eine der besten Investitionen meines Lebens:

  • Langfristige Kostenkontrolle – keine jährlichen Mieterhöhungen mehr
  • Wertsteigerung – die Immobilie ist heute schon deutlich mehr wert als beim Kauf
  • Sicherheit – keine Sorge mehr, dass der Vermieter kündigt
  • Zusatznutzen – Möglichkeit zur Vermietung von freien Flächen

Für mich war es auch ein psychologischer Schritt: Die Immobilie ist ein sichtbares Zeichen für Stabilität – und das merken auch Kunden und Geschäftspartner.


Mein Weg zur passenden Finanzierung

Ein Firmengebäude kostet schnell mehrere Hunderttausend Euro – und nur wenige können das aus der eigenen Kasse bezahlen.
Ich habe mir deshalb intensiv angeschaut, welche Finanzierungswege es gibt:

  1. Investitionskredit der Hausbank – klassisch, oft mit langen Laufzeiten bis zu 20 Jahren.
  2. KfW-Unternehmerkredit – besonders interessant, wenn die Immobilie energieeffizient ist oder energetisch saniert werden soll.
  3. Kombination aus Bankkredit und Förderdarlehen – am Ende meine Wahl.

Ich habe damals 60 % über die Hausbank und 40 % über ein zinsgünstiges KfW-Darlehen finanziert. Diese Mischung hat mir eine geringe monatliche Rate und gleichzeitig Flexibilität verschafft.


Die drei größten Herausforderungen beim Immobilienkredit

Einen Investitionskredit für Maschinen oder Fahrzeuge zu bekommen, ist oft einfacher. Bei einer Immobilie sieht das anders aus. Meine größten Hürden waren:

  • Eigenkapital – die Bank wollte mindestens 20 % Eigenkapital sehen.
  • Bewertung der Immobilie – Gutachterkosten und die Tatsache, dass die Bank den Wert niedriger ansetzte als der Verkäufer.
  • Langfristige Bindung – ein Immobilienkredit ist oft eine Verpflichtung über Jahrzehnte.

Mein Tipp: Frühzeitig klären, wie viel Eigenkapital du realistisch aufbringen kannst, und mit mehreren Banken sprechen, um den besten Zinssatz zu sichern.


Förderungen nicht verpassen 🏦

Besonders interessant: Ich konnte zusätzlich einen Tilgungszuschuss erhalten, weil ich die Immobilie energetisch saniert habe (neue Dämmung, moderne Heizungsanlage, Solaranlage auf dem Dach).

Gerade bei Betriebsimmobilien gibt es eine Vielzahl an Förderungen, z. B.:

  • KfW-Programme 270 und 293 (Erneuerbare Energien, Photovoltaik)
  • Regionale Förderprogramme der Bundesländer
  • Steuerliche Sonderabschreibungen bei bestimmten Maßnahmen

Der Moment der Schlüsselübergabe

Als ich den Schlüssel in der Hand hielt, war das ein ganz besonderer Moment. Plötzlich war klar: Das hier gehört mir – und meinem Unternehmen. Heute nutze ich das Gebäude nicht nur für den Betrieb, sondern vermiete einen Teil an andere Firmen. Die Mieteinnahmen decken einen Großteil meiner monatlichen Kreditrate.


Lohnt sich ein Investitionskredit für Betriebsimmobilien?

Für mich ganz klar: Ja. Es war eine der sichersten und nachhaltigsten Investitionen meiner unternehmerischen Laufbahn. Aber: Der Kauf will gut geplant sein.
Man sollte sich Zeit nehmen, Angebote vergleichen, Fördermöglichkeiten ausschöpfen und nicht den erstbesten Kreditvertrag unterschreiben.


💬 Mein Rat an dich:
Sieh eine Betriebsimmobilie nicht nur als Kostenfaktor, sondern als Vermögenswert. Mit der richtigen Finanzierung und cleverer Planung kann sie sich nicht nur selbst tragen, sondern langfristig auch passiv Geld einbringen.


 

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