Ich erinnere mich noch genau: Vor ein paar Jahren war mein Büro eine Mischung aus Papierchaos und veralteten Rechnern. Rechnungen wurden noch manuell eingetippt, die Warenwirtschaft lief über eine Software aus den 2000ern, und Homeoffice war so gut wie unmöglich. Spätestens mit Corona wurde mir klar: So geht es nicht weiter.
Aber Digitalisierung ist teuer. Neue Hardware, Cloud-Lösungen, Software-Lizenzen, IT-Sicherheit – da kommen schnell Beträge im fünfstelligen Bereich zusammen. Also habe ich mich entschlossen, den Schritt mit einem Investitionskredit speziell für Digitalisierung zu gehen.
Warum Digitalisierung kein „Nice-to-have“ mehr ist
Früher dachte ich, Digitalisierung sei ein Thema für Konzerne. Heute weiß ich: Ohne digitale Prozesse verliert man Kunden und Geld.
Die Vorteile lagen für mich auf der Hand:
- Effizienzsteigerung – weniger manuelle Arbeit, weniger Fehler
- Flexibilität – Homeoffice, mobiles Arbeiten und Cloud-Lösungen
- Transparenz – Daten in Echtzeit statt in Aktenordnern
- Sicherheit – moderne IT-Systeme mit Backups und Schutz vor Angriffen
Und ehrlich gesagt: Auch für meine Mitarbeiter war es ein Motivationsschub, endlich mit moderner Technik arbeiten zu können.
Die Finanzierungsmöglichkeiten für IT & Digitalisierung
Ich habe mir damals alle Optionen angeschaut und schnell gemerkt: Für Digitalisierung gibt es deutlich mehr Förderungen und günstige Kredite als z. B. für Maschinen oder Immobilien.
Die wichtigsten Modelle:
- KfW-Investitionskredit Digitalisierung – extrem günstige Zinsen, speziell für IT-Investitionen.
- ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit – für größere Projekte wie Automatisierung oder KI-Einführung.
- Förderprogramme auf Landesebene – jedes Bundesland hat eigene Zuschüsse, oft nicht rückzahlbar.
- Hausbankkredit – als Ergänzung, wenn die Förderprogramme nicht die ganze Summe abdecken.
Ich habe mich für eine Kombination entschieden: 50 % KfW-Kredit + 50 % Landesförderung. Dadurch habe ich nicht nur günstige Zinsen bekommen, sondern auch einen echten Zuschuss, den ich nicht zurückzahlen musste.
Mein Tipp: Fördermittel-Jungle richtig durchforsten 🌐
Die größte Herausforderung war für mich nicht der Kredit selbst, sondern den Überblick über die Förderungen zu behalten. Es gibt Bundesprogramme, Länderprogramme, manchmal sogar regionale Töpfe.
Ich habe daraus gelernt:
- Immer zuerst prüfen, welche aktuellen Förderungen es gibt (die ändern sich ständig).
- Frühzeitig mit der Bank sprechen – oft kennen die Berater Programme, die man selbst übersieht.
- Einen Fördermittelberater hinzuziehen – ja, kostet etwas, spart aber meist ein Vielfaches.
Konkrete Projekte, die ich umgesetzt habe
Mit dem Kredit habe ich unter anderem folgende Dinge finanziert:
- Neue Server-Infrastruktur + Cloud-Anbindung
- Einführung einer modernen ERP-Software (Warenwirtschaft, Rechnungen, CRM in einem System)
- Umstellung auf digitale Archivierung – kein Papierchaos mehr
- Aufbau einer sicheren VPN-Struktur fürs Homeoffice
- Teilweise sogar Automatisierungen in der Logistik
Heute läuft vieles fast von allein. Was früher drei Mitarbeiter in zwei Tagen gemacht haben, erledigt die Software jetzt in wenigen Stunden.
Digitalisierung auf Pump? Ja, unbedingt!
Am Anfang hatte ich ein mulmiges Gefühl: Für Software und IT Schulden machen? Aber jetzt weiß ich: Es war die beste Entscheidung für die Zukunftsfähigkeit meines Unternehmens.
Die Produktivität ist gestiegen, die Kosten sind gesunken, und ich habe plötzlich Zugriff auf Daten, die mir helfen, mein Geschäft strategisch zu steuern. Der Kredit hat sich praktisch schon nach zwei Jahren amortisiert.
💬 Mein Rat an dich:
Wenn du denkst, Digitalisierung sei teuer, dann rechne mal durch, wie viel dich alte Prozesse jeden Monat kosten. Ein Investitionskredit in IT und digitale Systeme ist kein Risiko – sondern ein Gamechanger. Und mit den passenden Förderungen oft günstiger, als man glaubt.