Eigenkapital + Fremdkapital: So kombiniere ich meine Finanzierung für Investitionen optimal

Wenn es um Investitionskredite geht, lautet die Standardfrage oft: „Wie viel Geld brauchen Sie von der Bank?“ – aber das ist nur die halbe Wahrheit. Denn genauso wichtig ist: Wie viel Eigenkapital bringst du selbst mit?
Ich habe in den letzten Jahren gelernt: Die Mischung macht’s. Wer Eigenkapital klug mit Fremdkapital kombiniert, bekommt nicht nur bessere Konditionen, sondern wirkt auch professioneller gegenüber Banken.


Warum Eigenkapital so wichtig ist

Banken lieben es, wenn der Unternehmer auch eigenes Geld ins Projekt steckt. Das zeigt:

  • Vertrauen ins eigene Konzept
  • Bereitschaft, Risiko mitzutragen
  • Stabilität, falls es mal schlechter läuft

In meinen Gesprächen mit Banken kam immer wieder die Faustregel: Mindestens 20 % Eigenkapitalanteil erhöhen die Chancen auf einen Kredit enorm. Ich habe aber auch schon Kredite mit weniger Eigenkapital bekommen – allerdings zu schlechteren Zinsen.


Wie ich Eigenkapital in der Praxis nutze

Ich mache es oft so: Ich setze einen gewissen Anteil Eigenkapital für die Anschubphase der Investition ein – z. B. für die ersten Lieferantenrechnungen oder Planungskosten – und den größeren Rest decke ich mit dem Investitionskredit.
Das wirkt bei Banken gut, weil sie sehen: Ich fange nicht bei Null an, sondern habe schon selbst „Skin in the Game“.

Ein Beispiel aus meinem letzten Projekt:

  • Gesamtkosten: 100.000 €
  • Eigenkapital: 25.000 €
  • Kreditbedarf: 75.000 €

Die Bank war sofort entspannter, als sie meinen Anteil gesehen hat.


Die Vorteile der Kombination

Wenn man es geschickt macht, hat die Mischung aus Eigen- und Fremdkapital gleich mehrere Pluspunkte:

  • Bessere Konditionen: Mehr Eigenkapital = niedrigerer Zinssatz
  • Höhere Chancen auf Zusage: Die Bank fühlt sich abgesichert
  • Geringere Belastung: Weniger Kreditbedarf bedeutet weniger Zinsen über die Laufzeit

Bei einem meiner Projekte habe ich dadurch fast 6.000 € an Zinsen gespart, nur weil ich einen Teil über Eigenkapital gedeckt habe.


Eigenkapital ist nicht nur Bargeld 💡

Das war für mich ein echter Aha-Moment. Viele denken: Eigenkapital heißt Cash auf dem Konto. Aber Banken akzeptieren auch andere Formen, zum Beispiel:

  • bereits vorhandene Maschinen oder Fahrzeuge
  • Grundstücke oder Immobilien
  • Rücklagen in Wertpapieren
  • sogar Eigenleistungen bei Bauprojekten

Ich habe einmal bei einer Investition meine Arbeitszeit und Material, die ich selbst eingebracht habe, als „Eigenkapitalanteil“ anrechnen lassen – die Bank hat’s akzeptiert.


Vorsicht: Zu viel Eigenkapital kann auch unklug sein

Das klingt erstmal komisch, aber ich habe es selbst erlebt. Wer zu viel eigenes Geld in ein Projekt steckt, blockiert sich manchmal für andere Chancen. Ich hatte einmal 80 % einer Investition aus Eigenmitteln bezahlt – und ein halbes Jahr später kam eine neue Geschäftsidee, für die ich dann kein Kapital mehr frei hatte.
Fazit: Immer einen Teil der Rücklagen behalten – die Bank soll mit ins Risiko.


Balance ist der Schlüssel

Die beste Lösung liegt meist in der Mitte: genug Eigenkapital, um die Bank zu überzeugen, aber auch genug Fremdkapital, um liquide zu bleiben und die eigenen Ressourcen clever einzusetzen.
Für mich persönlich hat sich eine Quote von 20–30 % Eigenkapital als optimal herausgestellt.


💬 Meine Frage an dich: Wie hoch war dein Eigenkapitalanteil bei deiner letzten Investition – und würdest du das heute genauso machen oder anders verteilen?


 

Investitionskredit für Fuhrpark & Fahrzeuge – Wie ich meine Firmenwagen clever finanziert habe

Als mein Unternehmen wuchs, kam auch die nächste Herausforderung: Der Fuhrpark. Anfangs hatte ich nur meinen privaten Wagen, den ich irgendwie mitgenutzt habe. Doch irgendwann war klar: Für Kundenbesuche, Lieferungen und Mitarbeiterfahrten brauche ich professionelle Fahrzeuge.
Der Kauf von gleich mehreren Firmenwagen war aber finanziell kaum aus der laufenden Liquidität machbar. Also habe ich mich intensiv mit dem Thema Investitionskredit für Fahrzeuge beschäftigt – und genau das war die richtige Entscheidung.


Warum Firmenfahrzeuge ein entscheidender Erfolgsfaktor sind

Viele unterschätzen das Thema Fuhrpark. Aber Fahrzeuge sind mehr als nur Kostenstellen:

  • Imagefaktor – ein gepflegter, gebrandeter Firmenwagen zeigt Professionalität.
  • Produktivität – Mitarbeiter kommen schneller und zuverlässiger zu Terminen.
  • Flexibilität – Lieferungen und Kundenbesuche lassen sich unabhängig planen.
  • Steuerliche Vorteile – Abschreibung und Zinsen können geltend gemacht werden.

Für mich war es außerdem ein Wachstumshebel: Mit zusätzlichen Fahrzeugen konnten wir neue Regionen erschließen und Kunden gewinnen, die vorher logistisch gar nicht erreichbar waren.


Finanzierungsmöglichkeiten für den Fuhrpark

Ich habe mir damals alle Optionen angeschaut und schnell gemerkt: Es gibt mehrere Wege, die Finanzierung zu stemmen – mit sehr unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.

  1. Investitionskredit über die Hausbank
    Klassisch mit festen Raten, langen Laufzeiten und Eigentum ab dem ersten Tag.
  2. KfW-Kredit für Investitionen
    Oft auch für Fahrzeuge nutzbar, besonders wenn sie nachhaltig (E-Autos, Hybrid) sind.
  3. Leasing
    Beliebt, weil es Liquidität schont. Allerdings gehört das Fahrzeug am Ende nicht automatisch mir.
  4. Ballonkredit
    Niedrige Raten, dafür eine höhere Schlussrate – interessant, wenn man das Fahrzeug später austauschen möchte.

Am Ende habe ich eine Mischung aus Investitionskredit und Leasing gewählt. Einige Fahrzeuge habe ich klassisch über Kredit gekauft (z. B. Transporter), andere über Leasing (z. B. repräsentative Firmenwagen für Kundentermine).


Mein Tipp: Nachhaltige Fahrzeuge lohnen sich doppelt 🚙⚡

Ein echter Gamechanger war für mich die Entscheidung, auch auf E-Fahrzeuge zu setzen. Denn:

  • Es gibt Förderprogramme für Elektro- und Hybridfahrzeuge.
  • Banken bewerten nachhaltige Investitionen oft positiver.
  • Die laufenden Kosten (Strom statt Sprit, weniger Wartung) sind deutlich niedriger.

Mit einem Teil meines Investitionskredits habe ich zwei E-Fahrzeuge angeschafft – die Ladeinfrastruktur habe ich gleich mitfinanziert.


Herausforderungen beim Kreditgespräch

Die Bank wollte vor allem wissen:

  • Wie hoch ist die Auslastung der Fahrzeuge?
  • Welche Kostenersparnis bzw. welchen Mehrumsatz erwarte ich?
  • Wie lange ist die geplante Nutzungsdauer?

Je besser man diese Fragen beantworten kann, desto leichter wird die Kreditvergabe. Ich habe z. B. mit konkreten Auftragsprognosen gearbeitet – und konnte so zeigen, dass die Fahrzeuge sich schon im ersten Jahr rentieren.


Der Fuhrpark auf Pump war die richtige Entscheidung

Heute läuft mein Fuhrpark stabil, die Fahrzeuge sind modern, und die Mitarbeiter sind deutlich zufriedener. Klar, es ist eine monatliche Belastung – aber eine, die sich auszahlt. Denn ohne diese Investition hätte ich mein Unternehmen nicht so schnell skalieren können.


💬 Mein Rat an dich:
Wenn du über neue Firmenfahrzeuge nachdenkst, prüfe alle Finanzierungsoptionen. Ein Investitionskredit gibt dir Planungssicherheit und Eigentum, Leasing sorgt für Flexibilität – die Mischung kann optimal sein. Und vergiss die Förderungen für E-Mobilität nicht, die können bares Geld sparen.


 

Sicherheiten beim Investitionskredit – was Banken wirklich sehen wollen und was nur Show ist

Wenn man über Investitionskredite spricht, kommt früher oder später immer die Frage: „Welche Sicherheiten können Sie uns anbieten?“
Das ist für viele Unternehmer der unangenehmste Teil des Gesprächs. Und auch ich habe früher gedacht: Wenn ich keine großen Immobilien ins Spiel bringe, sieht’s schlecht aus. Inzwischen weiß ich: So einfach ist das nicht. Banken haben ihre klaren Spielregeln – und manchmal verlangen sie Sicherheiten, die am Ende kaum Gewicht haben.


Warum Sicherheiten so wichtig sind

Für die Bank ist ein Kredit im Grunde genommen ein Risiko-Spiel. Sie wollen wissen: Was passiert, wenn der Kreditnehmer ausfällt?
Sicherheiten sind ihre Absicherung, dass sie zumindest einen Teil des Geldes zurückbekommen. Aber: Nicht jede Sicherheit hat den gleichen Wert in den Augen der Bank.


Die Klassiker unter den Sicherheiten

Aus meiner Erfahrung gibt es drei „Hauptkategorien“:

  1. Sachwerte
    • Immobilien (Grundschuld, Hypothek)
    • Maschinen, Fahrzeuge, Anlagen
    • Wertpapiere oder Depotbestände
    → Diese Sicherheiten sind beliebt, weil sie greifbar sind. Ich habe einmal eine Maschine als Sicherheit eingetragen, die ich mit dem Kredit selbst kaufen wollte – ja, das geht tatsächlich.
  2. Personenbezogene Sicherheiten
    • Bürgschaften (z. B. vom Ehepartner oder Geschäftspartner)
    • Patronatserklärungen bei Konzernen
    → Persönlich halte ich Bürgschaften für heikel. Ich habe einmal erlebt, dass ein Bekannter dadurch privat massiv in Schwierigkeiten kam. Wenn es geht: nur sehr vorsichtig einsetzen.
  3. Forderungen und Rechte
    • Abtretung von Kundenforderungen
    • Lebensversicherungen
    • Markenrechte / Patente
    → Hier sind Banken oft vorsichtiger, weil die Bewertung schwierig ist. Aber es kann in bestimmten Branchen eine Lösung sein.

Was Banken nur „pro forma“ verlangen

Manche Sicherheiten hören sich streng an, sind aber in der Praxis fast nie von Bedeutung:

  • Abtretung von Geschäftsanteilen: Klingt bedrohlich, aber die Bank will selten wirklich dein Unternehmen übernehmen.
  • Lebensversicherungen: Werden oft verlangt, aber im Ernstfall bringt das nur einen kleinen Bruchteil.

Ich hatte mal den Fall, dass die Bank unbedingt eine kleine Lebensversicherung von mir als Sicherheit wollte – bei einem Kreditvolumen von 150.000 €. Das war offensichtlich mehr Symbolik als echte Absicherung.


Mein Aha-Moment: Es geht auch ohne harte Sicherheiten

Gerade bei KfW-Investitionskrediten oder Förderprogrammen wird die Rolle der Sicherheiten oft überschätzt. Dort zählt viel mehr die Bonität und die Tragfähigkeit des Projekts. Ich habe zum Beispiel schon einen KfW-Kredit erhalten, ohne eine Immobilie oder sonst etwas „Handfestes“ zu hinterlegen.
Die Bank hat sich allein auf meine Zahlen und den Businessplan verlassen.


Strategien, wenn du wenig Sicherheiten hast

Ich habe gelernt: Es gibt immer Wege, auch wenn man keine große Immobilie im Rücken hat.

  • Eigenkapital zeigen: Schon 10–20 % Eigenanteil können Vertrauen schaffen.
  • Projekt sauber kalkulieren: Je plausibler die Zahlen, desto weniger klammert sich die Bank an Sicherheiten.
  • Mehrere Banken anfragen: Manche Institute sind flexibler als andere.

Bei einem meiner Kredite hat die eine Bank gesagt: „Ohne Grundschuld keine Chance.“ Die zweite Bank hat’s dann ohne Grundschuld gemacht – gleiche Summe, gleiche Laufzeit. Es hängt also stark von der Bankpolitik ab.


Sicherheit ist nicht gleich Sicherheit

Ich sage es mal so: Banken fordern Sicherheiten nicht, weil sie dich bestrafen wollen, sondern weil sie ihr Risiko kalkulieren müssen.
Aber: Nicht alles, was verlangt wird, ist wirklich entscheidend. Manche Punkte sind reine Formsache. Mein Tipp: Immer nachfragen, warum genau diese Sicherheit nötig ist – manchmal gibt es Alternativen, auf die man selbst gar nicht kommt.


💬 Meine Frage an dich: Welche Sicherheiten hast du schon mal angeboten – und hat die Bank diese auch tatsächlich bewertet oder nur „pro forma“ eingetragen?


 

Investitionskredit für erneuerbare Energien – Wie ich meine Energiekosten mit einer Solaranlage drastisch gesenkt habe

Vor ein paar Jahren habe ich noch gezögert, wenn es um das Thema erneuerbare Energien ging. Ja, ich fand Solar und Co. spannend, aber ich dachte ehrlich gesagt: Das lohnt sich doch nur für große Konzerne. Heute weiß ich, dass genau das Gegenteil stimmt – gerade kleine und mittelständische Unternehmen können enorm profitieren.
Bei mir war der Auslöser die Stromrechnung. Die Energiepreise explodierten und fraßen sich tief in meine Kalkulationen. Also habe ich entschieden: Ich investiere in eine eigene Photovoltaikanlage auf meinem Firmendach. Und da die Anlage nicht gerade ein Schnäppchen war, habe ich sie über einen Investitionskredit finanziert.


Warum Investitionen in erneuerbare Energien doppelt sinnvoll sind

Das Schöne an diesem Thema: Es ist nicht nur wirtschaftlich klug, sondern auch ökologisch.
Für mich haben sich gleich mehrere Vorteile ergeben:

  • Senkung der Energiekosten – ich produziere jetzt über 60 % meines eigenen Stroms.
  • Unabhängigkeit von Energieversorgern – die Preisexplosionen betreffen mich nur noch teilweise.
  • Imagegewinn – Kunden finden es stark, wenn man nachhaltig produziert.
  • Steuerliche Vorteile – Abschreibungsmöglichkeiten plus Förderungen.

Die Finanzierungsmöglichkeiten im Überblick

Eine Solaranlage oder andere erneuerbare Projekte wie Windkraft oder Biomasse sind teuer – aber es gibt zum Glück viele Möglichkeiten, diese Investitionen clever zu finanzieren.

Die wichtigsten Modelle:

  1. KfW-Förderkredit für erneuerbare Energien (z. B. Programm 270) – günstige Zinsen, speziell für Solar, Wind und Co.
  2. Bankdarlehen über die Hausbank – besonders sinnvoll in Kombination mit Förderprogrammen.
  3. Leasing-Modelle für PV-Anlagen – weniger beliebt, da man am Ende oft nicht der Eigentümer ist.
  4. Förderzuschüsse von Bund und Ländern – teils direkte Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Ich habe mich damals für einen KfW-Kredit kombiniert mit einem Hausbankdarlehen entschieden. Vorteil: extrem niedrige Zinsen und planbare monatliche Raten.


Mein Tipp: Förderungen richtig nutzen 🌍

Die größten Fehler, die ich bei anderen gesehen habe: Sie informieren sich nicht gründlich oder beantragen Förderungen zu spät. Wichtig zu wissen:

  • Förderungen müssen oft vor Beginn des Projekts beantragt werden.
  • Manche Programme sind auf Energieeffizienz oder CO₂-Einsparung ausgelegt.
  • Wer zusätzlich Speicherlösungen einbaut, bekommt oft noch höhere Zuschüsse.

Meine Erfahrung mit der Bank

Die Bank war tatsächlich sehr positiv eingestellt, weil Investitionen in erneuerbare Energien als zukunftssicher und risikoarm gelten. Das war ein ganz anderes Gespräch als damals beim Maschinenkredit.
Die Bankberaterin sagte wörtlich: „Solar ist eines der besten Sicherheitenprojekte, die wir aktuell sehen.“ Das hat mir gezeigt, dass man bei diesem Thema meistens offene Türen einrennt.


Der Moment, als die Anlage ans Netz ging

Ich erinnere mich noch: Ein sonniger Tag, die Anlage war frisch installiert und die Zähler sprangen an. Ab diesem Moment wusste ich: Jeder Sonnenstrahl spart mir bares Geld. Und das Beste – Überschüsse speise ich ins Netz ein und bekomme dafür sogar noch Vergütung.


Lohnt sich ein Investitionskredit für erneuerbare Energien?

Für mich: ein klares Ja. Die Investition war hoch, aber die Einsparungen und Einnahmen sind noch höher. Ich rechne damit, dass sich die Anlage in weniger als 7 Jahren vollständig amortisiert hat – und danach produziert sie quasi „kostenlosen“ Strom.


💬 Mein Rat an dich:
Wenn du die Möglichkeit hast, dein Unternehmen nachhaltiger und unabhängiger zu machen, nutze sie. Ein Investitionskredit für erneuerbare Energien ist keine Ausgabe, sondern ein Schritt in Richtung Zukunft – ökologisch und ökonomisch.



 

Checkliste für die perfekte Investitionskredit-Anfrage – so überzeugst du jede Bank

Ich habe in den letzten Jahren einige Investitionskredite beantragt – mal mit viel Erfolg, mal auch mit einem harten Nein. Das Spannende dabei: Es lag selten an der eigentlichen Investition, sondern fast immer daran, wie professionell die Anfrage gestellt wurde.
Die Bank will nicht nur sehen, dass du Geld brauchst – sie will Vertrauen in dich und dein Vorhaben.
Deshalb habe ich für mich eine Art Checkliste entwickelt, die ich bei jedem Antrag abarbeite. Und genau die möchte ich dir hier vorstellen.


1. Klare Investitionsbeschreibung ✍️

Die erste Frage der Bank lautet immer: „Wofür genau brauchen Sie das Geld?“
Ein schwammiges „für die Firma“ reicht nicht. Ich mache es immer so:

  • Investitionsobjekt klar benennen (z. B. CNC-Maschine XY, Softwarepaket, Umbau Lagerhalle)
  • Kosten genau auflisten (mit Angeboten von Lieferanten)
  • Nutzen erläutern (z. B. Umsatzsteigerung, Kostenersparnis, Expansion)

Das zeigt der Bank: Ich habe einen Plan, keinen Wunschzettel.


2. Vollständige Unterlagen – ohne Nachforderung

Ich habe gelernt: Jede fehlende Unterlage verlängert den Prozess um mindestens eine Woche.
Was du fast immer brauchst:

  • BWA der letzten 2 Jahre
  • aktueller Steuerbescheid
  • Kontoauszüge (geschäftlich)
  • ggf. Jahresabschlüsse
  • Investitionsplan mit Angeboten
  • Liquiditäts- und Rentabilitätsvorschau

Mein Tipp: Alles in einem sauberen PDF-Dokument sammeln und gleich mit der Anfrage einreichen. Damit wirkst du strukturiert – und Banken lieben sowas.


3. Bonität aktiv erklären statt verstecken

Wenn deine Zahlen nicht perfekt sind, versuch gar nicht erst, das zu kaschieren. Banken merken das sofort.
Ich habe einmal proaktiv erklärt, warum ein Jahr schwach lief (Corona + Lieferengpässe) – und wie ich das gelöst habe. Ergebnis: Zusage trotzdem erteilt, weil die Bank meine Offenheit schätzte.

Also: Lieber ehrlich Schwächen erklären als darauf hoffen, dass keiner nachfragt.


4. Mehrere Angebote einholen 📊

Ich frage grundsätzlich mindestens drei Banken an:

  1. Hausbank
  2. Direktbank / Plattform (z. B. Compeon)
  3. Förderkredit (z. B. KfW)

Allein das Wissen, dass ich Alternativen habe, verbessert meine Verhandlungsposition enorm. Einmal habe ich dadurch 0,4 % weniger Zinsen rausgehandelt – klingt wenig, aber auf 100.000 € über 10 Jahre sind das rund 4.000 € gespart.


5. Gespräch professionell führen

Wenn es ins Bankgespräch geht, halte ich mich an diese Punkte:

  • Keine langen Monologe, sondern präzise Antworten
  • Klare Argumente, warum die Investition sinnvoll ist
  • Sicher auftreten – nicht betteln, sondern als Geschäftspartner auf Augenhöhe

Ich sage immer: „Ich biete der Bank eine gute Gelegenheit, mit mir Geld zu verdienen.“ Und genau so sollte man auftreten.


6. Nachverhandlung nicht vergessen 💡

Das erste Angebot ist selten das beste. Ich habe schon mehrfach nachverhandelt – und fast immer hat die Bank nachgegeben.
Argumente können sein:

  • Besseres Angebot von Bank XY
  • Langjährige Kundenbeziehung
  • Gute Sicherheiten

Wichtig: Immer freundlich, aber bestimmt bleiben.


Mein ganz persönliches Fazit

Eine Investitionskredit-Anfrage ist kein Hexenwerk – wenn man vorbereitet reingeht.
Seit ich meine Checkliste konsequent abarbeite, habe ich deutlich bessere Konditionen bekommen und keine einzige Ablehnung mehr erlebt.
Die Bank merkt einfach sofort, ob jemand unvorbereitet reinkommt oder mit einem durchdachten Konzept.


💬 Meine Frage an dich: Hast du bei deiner letzten Kreditanfrage aktiv nachverhandelt – oder hast du einfach das erste Angebot unterschrieben?


 

Investitionskredit für Digitalisierung – Wie ich meine IT modernisiert habe und welche Förderungen wirklich zählen

Ich erinnere mich noch genau: Vor ein paar Jahren war mein Büro eine Mischung aus Papierchaos und veralteten Rechnern. Rechnungen wurden noch manuell eingetippt, die Warenwirtschaft lief über eine Software aus den 2000ern, und Homeoffice war so gut wie unmöglich. Spätestens mit Corona wurde mir klar: So geht es nicht weiter.
Aber Digitalisierung ist teuer. Neue Hardware, Cloud-Lösungen, Software-Lizenzen, IT-Sicherheit – da kommen schnell Beträge im fünfstelligen Bereich zusammen. Also habe ich mich entschlossen, den Schritt mit einem Investitionskredit speziell für Digitalisierung zu gehen.


Warum Digitalisierung kein „Nice-to-have“ mehr ist

Früher dachte ich, Digitalisierung sei ein Thema für Konzerne. Heute weiß ich: Ohne digitale Prozesse verliert man Kunden und Geld.

Die Vorteile lagen für mich auf der Hand:

  • Effizienzsteigerung – weniger manuelle Arbeit, weniger Fehler
  • Flexibilität – Homeoffice, mobiles Arbeiten und Cloud-Lösungen
  • Transparenz – Daten in Echtzeit statt in Aktenordnern
  • Sicherheit – moderne IT-Systeme mit Backups und Schutz vor Angriffen

Und ehrlich gesagt: Auch für meine Mitarbeiter war es ein Motivationsschub, endlich mit moderner Technik arbeiten zu können.


Die Finanzierungsmöglichkeiten für IT & Digitalisierung

Ich habe mir damals alle Optionen angeschaut und schnell gemerkt: Für Digitalisierung gibt es deutlich mehr Förderungen und günstige Kredite als z. B. für Maschinen oder Immobilien.

Die wichtigsten Modelle:

  1. KfW-Investitionskredit Digitalisierung – extrem günstige Zinsen, speziell für IT-Investitionen.
  2. ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit – für größere Projekte wie Automatisierung oder KI-Einführung.
  3. Förderprogramme auf Landesebene – jedes Bundesland hat eigene Zuschüsse, oft nicht rückzahlbar.
  4. Hausbankkredit – als Ergänzung, wenn die Förderprogramme nicht die ganze Summe abdecken.

Ich habe mich für eine Kombination entschieden: 50 % KfW-Kredit + 50 % Landesförderung. Dadurch habe ich nicht nur günstige Zinsen bekommen, sondern auch einen echten Zuschuss, den ich nicht zurückzahlen musste.


Mein Tipp: Fördermittel-Jungle richtig durchforsten 🌐

Die größte Herausforderung war für mich nicht der Kredit selbst, sondern den Überblick über die Förderungen zu behalten. Es gibt Bundesprogramme, Länderprogramme, manchmal sogar regionale Töpfe.

Ich habe daraus gelernt:

  • Immer zuerst prüfen, welche aktuellen Förderungen es gibt (die ändern sich ständig).
  • Frühzeitig mit der Bank sprechen – oft kennen die Berater Programme, die man selbst übersieht.
  • Einen Fördermittelberater hinzuziehen – ja, kostet etwas, spart aber meist ein Vielfaches.

Konkrete Projekte, die ich umgesetzt habe

Mit dem Kredit habe ich unter anderem folgende Dinge finanziert:

  • Neue Server-Infrastruktur + Cloud-Anbindung
  • Einführung einer modernen ERP-Software (Warenwirtschaft, Rechnungen, CRM in einem System)
  • Umstellung auf digitale Archivierung – kein Papierchaos mehr
  • Aufbau einer sicheren VPN-Struktur fürs Homeoffice
  • Teilweise sogar Automatisierungen in der Logistik

Heute läuft vieles fast von allein. Was früher drei Mitarbeiter in zwei Tagen gemacht haben, erledigt die Software jetzt in wenigen Stunden.


Digitalisierung auf Pump? Ja, unbedingt!

Am Anfang hatte ich ein mulmiges Gefühl: Für Software und IT Schulden machen? Aber jetzt weiß ich: Es war die beste Entscheidung für die Zukunftsfähigkeit meines Unternehmens.
Die Produktivität ist gestiegen, die Kosten sind gesunken, und ich habe plötzlich Zugriff auf Daten, die mir helfen, mein Geschäft strategisch zu steuern. Der Kredit hat sich praktisch schon nach zwei Jahren amortisiert.


💬 Mein Rat an dich:
Wenn du denkst, Digitalisierung sei teuer, dann rechne mal durch, wie viel dich alte Prozesse jeden Monat kosten. Ein Investitionskredit in IT und digitale Systeme ist kein Risiko – sondern ein Gamechanger. Und mit den passenden Förderungen oft günstiger, als man glaubt.